Samstag, 21. März 2020

Vater, wo bist du?

Vater, wo bist du?
Im Himmel? Wo ist das?
Wie soll ich dich finden?
Du verbirgst dich vor mir,
und ich tappe im Dunkeln.

Gleich einem Blinden sehe ich nicht,
was um mich herum geschieht,
was mich umgibt.

Manchmal ahne ich es,
wenn ich mich ganz auf dich,
meinen Gott, konzentriere.
Dann fühle ich, daß du da bist,
dass es dich gibt.

Doch oft schon im nächsten Moment
ist diese Erfahrung wieder verflogen.

Ich vermag nicht, dich festzuhalten.
Herr, offenbare dich mir und
schenke mir die Fähigkeit,
deine Gegenwart wahrzunehmen,
festzuhalten und weiterwirken zu lassen
auf andere,
damit ich zu einem Senfkorn
des Glaubens in dieser Welt werde.

Text: Adolf Exeler