Zwischen Fasching und Fastenzeit

Nun strebt sie ihrem Höhepunkt zu - die „fünfte Jahreszeit“. Nur noch wenige Tage bleiben, um sich in das ausgelassene Treiben der Narren zu stürzen. In der Faschingszeit kann man sehr einfach in andere Rollen schlüpfen, Masken aufsetzen, schmeichelnde und hässliche, aber auch bedrohliche und ängstigende.

Maske gemeinfreiDen Masken begegnen wir aber nicht nur in den Faschingstagen, sondern auch im Alltag schlüpfen wir zum eigenen Schutz darunter und verstecken unser wahres Gesicht.
Die österliche Bußzeit möchte uns einladen, einen Blick hinter die Maske zu werfen. Aber nicht hinter die der anderen, sondern hinter unsere eigene. "Kehre um und glaube an das Evangelium", so hören wir am Aschermittwoch, wenn uns das Aschekreuz aufgelegt wird. Umkehren heißt in diesem Kontext erst einmal, die eigene Maske abzunehmen und den offenen und ehrlichen Blick auf sich selbst kennen und vielleicht sogar ertragen zu lernen. Nicht alles was wir dort sehen wird uns gefallen und damit müssen wir erst einmal umgehen können.
Die 40 Tage der Fastenzeit wollen uns dabei unterstützen uns selbst ehrlich in den Blick zu nehmen.

  • Bin ich mit mir als Person zufrieden?
  • Wie geht es mir in meinem Umgang mit anderen?
  • Speilt Gott und die Botschaft Jesu wirklich eine Rolle in meinem Leben?
    ...

Dieser Katalog ließe sich noch mit vielen Punkten ergänzen, die uns gerade beschäftigen. Die alles entscheidende Frage ist aber die, ob wir uns trauen uns selbst in den Blick zu nehmen und achtsam zu werden.
 40 Tage werden uns jetzt geschenkt, um aufmerksam zu werden, damit wir erkennen können, wo es eine Umkehr oder Neuorientierung braucht, um mit Jesus Christus am Ostermorgen als veränderte Menschen auferstehen zu dürfen.
Eine fröhliche Faschingszeit und eine fruchtbare und reiche Fastenzeit wünscht Euch und Ihnen

Gemeindeassistentin Marie Zengerle