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50 Jahre Nikolausdienst bei Kolping

Seit 50 Jahren schon ist die Wertinger Kolpingfamilie in der Vorweihnachtszeit mit der Nikolausaktion unterwegs. Unzählige Kinder und Familien wurden in und um Wertingen vom Nikolaus und seinem Begleiter, dem Knecht Ruprecht, besucht. Bei den Besuchen werden neben Lob und Tadel auch reichlich Geschenke mitgebracht.

Viele ehrenamtlich Engagierte waren in den vergangenen 50 Jahren als Nikolaus und Knecht Ruprecht unterwegs.
In diesen Tag fand nun eine kleine Jubiläumsfeier statt, bei der die aktiven Nikolaus-und Ruprecht-Darsteller mit ihren Partnern zu einem festlichen Essen im Pfarrheim eingeladen waren. Unter den Gästen waren auch Stadtpfarrer Rupert Ostemayer und Landrat Markus Müller, der selbst - wie schon in den vergangenen Jahren - auch heuer wieder aktiv als Nikolaus unterwegs war.

50 Jahre Nikolausdienst bei Kolping

    Ein Nikolaus berichtet:

     Alle Jahre wieder ...

    ... kommt nicht nur das Christuskind sondern auch der Nikolaus der Kolpingfamilie zu vielen Familien im Raum Wertingen - und das bereits seit Anfang der 70er Jahre. Aus kleinen Anfängen heraus hat sich die traditionelle Aktion, die jeweils am 05. Und 06. Dezember stattfindet, beachtlich entwickelt.

    Alljährlich warten mittlerweile etwa 120 Familien mit ca. 240 Kindern auf den abendlichen Besuch - und das schafft natürlich auch ein Heiliger nicht alleine!

     Es ist immer wieder ein kleines logistisches Wunder, wie sechs bis acht Zweierteams - bestehend aus Nikolaus und seinem bärtigen Begleiter, dem Knecht Ruprecht - sämtliche Termine in einem knappen Zeitfenster von gerade mal zwei bis drei Stunden bewältigen. Da man mit Rentierschlitten so schlecht parken kann, geht da ohne Auto gar nichts. Doch auch im Zeitalter des Navis, findet man lange nicht jede Wohnung so schnell, wie man eigentlich geplant hatte und steht gelegentlich vor sogar der falschen Tür. Es ist auch gar nicht so leicht, mit einer Mitra (=Bischofsmütze) auf dem Kopf am Steuer zu sitzen und den Bischofsstab zwischen den Sitzen festzuhalten, während man in einer dunklen Straße nach der richtigen Hausnummer Ausschau hält. Steht man dann endlich vor der richtigen Tür, gilt es schnell zu handeln. Während Ruprecht zügig die an der Treppe bereit gestellten Geschenke in seinem Sack verstaut, überfliegt Nikolaus noch schnell die Zettel mit sämtlichen guten und bösen Kindertaten der letzten zwölf Monate, spricht erforderlichenfalls ein Stoßgebet und betätigt die Klingel. Meist öffnet die Mama und auf dem Weg zum Wohnzimmer erhält man letzte Instruktionen zum Umgang mit besonders „schweren Fällen", die sich gerne unter der Eckbank verstecken. Aber so schlimm wird es dann doch nicht. Meist haben Kinder, Eltern und Großeltern sich schon gemütlich versammelt und warten auf den Nikolaus. Hat sich ein Freiwilliger gefunden, der den Bischofsstab festhält, schaut der in sein Buch und weiß tatsächlich voll Bescheid! Betroffen gestehen große und kleine Übeltäter schnell ihre Verfehlungen und versprechen dem heiligen Mann, dass sie von nun an immer brav und folgsam sein werden - meist mit verstohlenem Seitenblick auf den Ruprecht und seine Rute. Untermauert wird das dann gerne mit einem Weihnachtsgedicht, einem Lied oder sogar einem kleinen Blockflötenkonzert. Für so viel Einsatz und guten Willen öffnet dann natürlich auch Ruprecht seinen Sack, so dass Freude über Lob und Geschenke schnell die Oberhand über den letzten Rest des vielleicht noch vorhandenen schlechten Gewissens gewinnen.

    Gerade dann, wenn es am schönsten ist, heißt es für Nikolaus und Ruprecht nun aber wieder Abschied zu nehmen, denn auf Sie warten ja noch viele Kinder - so, wie alle Jahre wieder …

     

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