Der Weiße Sonntag

Die Osteroktav schließt mit dem sogenannten „Weißen Sonntag“.  Seinen feierlichen Namen hat er tatsächlich von weißen Gewändern, und zwar von denen der neu getauften Christen.

weisser sonntag by peter weidemann pfarrbriefserviceFrüher, kurz nach der Zeit Jesu, als es das Christentum noch gar nicht lange gab, wurde die Taufe in der Osternacht empfangen.
Heute werden die Kinder meistens schon als Kleinkinder getauft. Damals waren es vor allem Erwachsene und sie trugen weiße Gewänder. Diese sollten ein Zeichen für die Reinigung durch das Taufwasser sein.
Etwa ab dem siebten Jahrhundert entwickelte sich der Brauch, die weißen Taufkleider von der Osternacht an für acht Tage zu tragen – bis zum ersten Sonntag nach Ostern, dem Weißen Sonntag.
Erst viel, viel später begannen die Menschen am Weißen Sonntag die Erstkommunion zu feiern. Sie wählten diesen Tag, eine Woche nach dem Tauftermin an Ostern, weil das Fest an die Taufe erinnert und die Kinder offiziell in der christliche Gemeinde willkommen geheißen werden. Schließlich sind sie dann auch alt genug, um das zu verstehen. 

Bild: Peter Weidemann; in: Pfarrbriefservice.de
Text: katholische.de