Frauenbund darf ein Jubiläum begehen

Viele Jubiläen können in diesem Jahr nicht in der geplanten Weise begangen werden. Eines betrifft die Erinnerung an eine besondere Frau, deren 150. Geburtstag groß gefeiert werden sollte: Ellen Ammann.

Ellen Amann„Ellen wer?“, werden sich die meisten von Ihnen fragen. Sie war eine ganz wichtige Gründungspersönlichkeit des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB). Am 1. Juli 1870 wurde sie in Stockholm geboren und protestantisch getauft. Ellen wurde katholisch erzogen. 1890 heiratete sie einen deutschen Arzt und zog mit ihm nach München. Sie bekam sechs Kinder und arbeitete in der Verwaltung der Praxis und Klinik ihres Mannes. Durch diese Arbeit kam sie mit der Not der Bevölkerung in Kontakt. Sie wirkte deshalb im „Mädchenschutzverein“ mit. Außerdem gründete sie die erste „Katholische Bahnhofsmission“. 1903 wurde der KDFB in Köln gegründet. Ellen Ammann gründete 1904 den Münchner Zweigverein und 1911 den Landesverband Bayern. Es ging ihr dabei um Mädchenbildung und die rechtliche Gleichstellung der Frau.  Mit anderen Frauen, die sich wünschten zur Diakonin geweiht zu werden, schloss sie sich zur „Vereinigung Katholischer Diakoninnen“ zusammen. 1919 wurde Ellen Ammann als eine von acht Frauen in den bayerischen Landtag gewählt. Sie spielte eine wichtige Rolle bei der Vereitelung des Hitler-Putsches 1923. Am 23. November1932 starb Ellen Ammann in München.
Der Zweigverein Wertingen des KDFB möchte seine Tätigkeit im Sinne dieser beeindruckenden Frau sobald wie möglich fortsetzen, auch wenn die Wahl des neuen Vorstands noch lange nicht stattfinden kann. Am Feiertag „Mariä Aufnahme in den Himmel“ (15. August) bieten die Frauen auch in diesem Jahr in Wertingen vor dem Gottesdienst Kräuterbüschel zum Verkauf an.
An Ellen Ammann werden sie voraussichtlich im Herbst in einem eigenen Gottesdienst erinnern.

Ihre Rita Hilscher, Pfarrhelferin

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